Archiv der Kategorie 'Neonazi-Aufmärsche'

„Autonome“ Neonazis an der Leine der NPD

Revolutionär und aktionistisch geben sich die Neonazis der „Nationalen Offensive Teterow“ (NOT). Nahezu wöchentlich ziehen sie durch die Stadt, kleben Aufkleber und schmieren rechte Parolen an Häuserwände. Auch spontane Demonstrationen, Angriffe auf Bürgerbüros und Gewalttaten gegen die Polizei gehen auf das Konto der Kameradschaft, die sich selbst zu den „Autonomen Nationalisten“ zählt. Wer im Ort versucht, sich gegen Neonazis zu positionieren, wird gezielt von ihnen eingeschüchtert. Am 5. März 2011 soll es nun eine angemeldete Demonstration mit Unterstützung der NPD in Teterow geben.

Die Vorbereitungen für die Neonazi-Demonstration unter dem Motto „Zukunft statt Hartz IV – Volkstod stoppen!“ laufen derzeit auf Hochtouren. Nach eigenen Angaben lud man sich am vergangenen Wochenende Kameraden aus Berlin ein, die helfen sollten, in Teterow und Umland Flugblätter zu verteilen und anschließend einen Wildschweinbraten zu verzehren. Bereits am 12. Februar veranstalteten Teterower Neonazis in der Stadt einen Infoabend, um ihren Kameraden den Sinn einer Demonstration in dem Ort zu erklären. Die NPD versucht derweil, mit einem Demo-Jingle landesweit Teilnehmer für die Demonstration zu gewinnen. Der NPD-Landesverband rief bereits unmittelbar, nachdem die „Nationalen Sozialisten Rostock“ (NSR) die Demonstration in Teterow bekannt gaben, zur Teilnahme auf.

Apokalyptische Wahnvorstellungen vom „Volkstod“

Anders als in weiten Teilen des Landes gibt sich die Neonazi-Szene in Teterow wenig bürgernah und „autonom“. Ihr augenscheinlicher Versuch, vor anderen Gruppierungen und der NPD Eigenständigkeit zu behaupten, scheitert bereits an der Demo-Organisation. So offenbart die Funktion von David Petereit (NPD) als Anmelder, dass die „Freien Kräfte“ nicht in der Lage sind, selbständig eine Demonstration durchzuführen oder über ihr „Revier“ hinaus politisch zu agieren. Aktivitäten und Aufrufe machen vielmehr deutlich, dass die NPD in Teterow dem jugendlichen Nachwuchs ein wenig Auslauf gewährt, um ihn für den Wahlkampf an sich zu binden. Schenkt man Diskussionen im Internet glauben, rumort es derzeit allerdings innerhalb der Neonazi-Szene, weil einer ihrer Kader mit einer Polizistin liiert sein soll; vermutlich aus taktischen Gründen wird die Diskussion darüber gemieden. Am kommenden Samstag demonstrieren Neonazis in Teterow so fernab von Inhalten vor allem eins: Die strategische Geschlossenheit von Neonazis mit Autonomen-, Skinhead- oder Volkstums-Attitüde. Geeint werden sie durch apokalyptische Wahnvorstellungen von einem vermeintlichen „Volkstod“, an dem sich Neonazis aus Brandenburg und Sachsen schon längere Zeit abarbeiten.

Hinter dem sinnentleerten Geschwafel über den demographischen Wandel verbergen sich altbekannte völkische und rassistische Vorstellungen: Bekannte reaktionäre Phantasien von erzwungener Mutterschaft und „Blut-und-Boden“-Umzugsverbot vermischen sich mit Forderungen, Einwanderer_innen, die die leeren Städte und Sozialkassen auffüllen, abzuschieben. Dass der demographische Wandel seit langem ein Tätigkeitsfeld von Politik und Gesellschaft ist, wird im gewohnten Schimpf über „die da oben“ ignoriert.

„Nationale Offensive“ mit Gewalt und spärlichen Pamphleten

Als David Petereit am 5. Dezember mit seinem Wanderzirkus aus Rostock und Teterow nach Lalendorf zog, um dort Flugblätter gegen den Bürgermeister der Gemeinde zu verteilen, wurden die Neonazis schnell von der Polizei behindert. Auch in Teterow selbst sind die rechten Aktivisten häufig mit der Staatsmacht konfrontiert. Gerade einmal ein Wochenende ist es her, dass Neonazis der „Nationalen Offensive Teterow“ von mehreren Polizeifahrzeugen umstellt und ihre Autos durchsucht worden sind. In diesem Zusammenhang konnten Transparente, CDs und Flugblätter sichergestellt werden. Auf einschlägigen Webseiten ist immer wieder von „Schikanen“ durch die Polizei zu lesen. Es ist nicht auszuschließen, dass die örtlichen Beamten Vorfälle aus dem Jahr 2008 noch nachtragen. Seinerzeit lud Neonazi-Kader Reik Pudszuhn zu seiner Geburtstagsfeier in das Etablissement „Zur Grotte“ und löste damit einen Großeinsatz der Polizei aus. Mehr als 50 Beamte versuchten, die anwesenden Neonazis aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wieder nach Hause zu schicken. Etwa 50 Neonazis stürmten daraufhin in die Stadt, zündeten Pyrotechnik und grölten Parolen wie „Nationaler Sozialismus jetzt“. Als die Polizei den Zug stoppen wollte, wurde eines ihrer Fahrzeuge angegriffen, wobei die Scheiben zu Bruch gingen. Es folgte ein Warnschuss, ein 23-jähriger Neonazi aus Lalendorf wurde inhaftiert.


Reik Pudszuhn auf der NDP-Demonstration am 01.05.2010 in Rostock

Reik Pudszuhn selbst ist wegen einschlägiger Delikte polizeibekannt. Der 20-jährige Familienvater stand bereits mehrfach wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht und spielt auf Demonstrationen bisweilen den „Anheizer“. Am 1. Mai 2009 fuhr Pudszuhn mit Neonazis bis nach Dortmund, um das rebellische Flair der „Autonomen Nationalisten“ in der Großstadt zu schnuppern. Zudem klebt er regelmäßig Aufkleber und ist in Teterow als Redner bei einer Spontandemonstration für den ermordeten Kevin Plum aufgetreten. Seine Leidenschaft für Kampfsport teilt Reik Pudszuhn mit seinem aus Teterow stammenden Kameraden Siegfried Hille, der offensichtlich auf keiner Neonazi-Demonstration in der Region fehlen darf. Als Zeuge im Pölchow-Prozess ließ sich Hille von David Petereit an die Hand nehmen und verkündete im Gerichtssaal stolz, regelmäßig für die NPD Flugblätter zu verteilen. In seiner Wahlheimat Rostock streut Siegfried Hille fleißig weiter NPD-Propaganda. Im Gegensatz zu Pudszuhn und Hille verzichtet ihr Kamerad Lukas Fischer darauf, „autonomen Nationalismus“ vorzuspielen. Er ist derzeitiger Landesvorsitzender der NPD-Jugend und gibt sich eher ruhig und bedeckt.


Siegfried Hille und Hannes Welchar (beide derzeit wohnhaft in Rostock) bei einer NPD-Demonstration am 24.10.2009 in Stralsund

Für die „Nationale Offensive Teterow“ ist dieses „Saubermann-Image“ kein erklärtes Ziel. In Teterow und Umgebung geben sich Neonazis provokant und gewalttätig, wenn sie etwa Veranstaltungen für Demokratie und Toleranz oder zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus stören. Am 8. Mai 2010, dem Tag der Befreiung, stellten sich etwa 20 Neonazis Bürger_innen in den Weg, die am sowjetischen Ehrenmal eine Gedenkveranstaltung abhalten wollten. Am Volkstrauertag im folgenden November störten abermals etwa 20 Neonazis lautstark eine Kranzniederlegung. Auch die Welle von Angriffen auf Bürgerbüros, mit der sich demokratische Politiker_innen in Mecklenburg-Vorpommern im letzten Jahr konfrontiert sahen, machte vor Teterow nicht halt. In der Nacht zum 26. Mai 2010 verübten Neonazis etwa einen Farbanschlag auf das Wahlkreisbüro einer CDU-Politikerin. Doch nicht nur Bürgerbüros, auch Privaträume wurden zur Zielscheibe der Neonazis: So wurden etwa mehrmals Wohnhaus und Fahrzeug eines SPD-Mannes beschmiert, der sich vor Ort gegen die Neonazis engagiert. Grotesker Weise verteilte die „Nationale Offensive Teterow“ am 4. September 2010 Flugblätter „gegen linksextreme Gewalt“, wenige Monate darauf störte sie eine Veranstaltung „Demokratie liest“ in der örtlichen Stadtbibliothek.

Probleme mit Neonazis werden ignoriert und kaschiert

Seit geraumer Zeit versuchen Neonazis in Teterow, gezielt Bürger_innen einzuschüchtern und in ihren Möglichkeiten der politischen Mitwirkung einzuschränken. Übergriffen und Drohungen gegenüber nicht-rechten Jugendlichen sowie Kommunalpolitiker_innen steht die Stadt Teterow beinahe hilflos gegenüber. Für den 5. März hatte ein Bündnis aus Parteien und Zivilgesellschaft eine Gegendemonstration angekündigt. Mittlerweile jedoch trat man den Rückzug an und begnügt sich mit einem Treffen am Kirchturm am Vortag. Während die Neonazis in Teterow aufmarschieren, will man demonstrativ die Gardinen zuziehen, statt öffentlich Unmut bekunden.

Die Stadt Anklam, bundesweit als Neonazi-Hochburg bekannt, sollte eigentlich mahnendes Beispiel dafür sein, dass bloßes Wegsehen schwerwiegende Folgen mit sich bringen kann. Durch die weitgehende Ignoranz der Probleme in und um Teterow werden sich diese auch zukünftig verschärfen und Neonazis in der Region ungehindert ihre Strukturen ausbauen. Treff- und Anlaufpunkte wie beispielsweise die Kneipe „Barracuda“, die der Neonazi-Szene für Kameradschaftsabende zur Verfügung steht, müssen öffentlich thematisiert, zivilgesellschaftliche Aktivitäten gegen Neonazis breit initiiert und unterstützt werden. Gegenwärtig ist die Stadt jedoch bemüht, ihr Problem mit Neonazis zu kaschieren: Ihr Geschick darin hat sie bewiesen, als sie wegen anhaltender Schmierereien kurzerhand die Seitenwände einer Bushaltestelle abmontierte.

„Wegsehen statt Handeln?“

Redebeitrag der Antifa A3 Rostock zur Demonstration gegen Rechts am 24. Mai 2008 in Güstrow.

Wie in vielen Gemeinden und Städten gibt es auch in Güstrow keine öffentliche Auseinandersetzungen mit örtlichen Nazis. So spricht Michael Flenker vom Schweriner Verfassungsschutz davon, dass es keine gefestigten rechten Strukturen in und um Güstrow gebe. Der Bürgermeister der Stadt, Arne Schuldt, geht sogar noch einen Schritt weiter: Er sieht in seiner Stadt mehrheitlich linksgerichtete Jugendliche.

Tatsächlich stellt sich die Realität jedoch ganz anders dar. Eine Chronik rechter Übergriffe zeichnet einen Alltag voller Bedrohungen, körperlicher Gewalt und Angst. Nicht nur diese Erfahrungen der Jugendlichen zeigen deutlich, dass es in der Stadt sehr wohl eine aktive, organisierte und gewalttätige Naziszene gibt.

So beteiligten sich im April 2007 unter anderem Güstrower Nazis an einem Angriff auf eine antifaschistische Demonstration in Wismar. Hierbei beschossen mehrere Rechte Teilnehmer_innen der Demonstration mit Glaskugeln.

Am 30. Juni 2007 griffen etwa sechzig Nazis in Pölchow einen Zug an, in dem sich alternative Jugendliche auf dem Weg nach Rostock befanden. Die Angreifer zerschlugen die Scheiben des Zuges und verletzten mehrere Zugfahrer_innen erheblich. Auch an diesem Überfall waren wiederum dutzende Güstrower Nazis aktiv beteiligt.

Anlässlich einer antifaschistischen Demonstration in Güstrow mobilisierte im Juli letzten Jahres die lokale Naziszene kurzfristig vierzig Personen. Ohne aktives Eingreifen der Polizei konnten sie einige Zeit die Demonstration blockieren.

Die Randale von Bützow reihen sich in diese Chronik ein. Eine bis zu dreißigköpfige Gruppe zog plündernd über das Stadtfest, bewarf eintreffende Polizisten mit Flaschen, griff einen türkischen Händler an und attackierte den Imbissladen einer pakistanischen Familie. Nach schleppenden Ermittlungen der Polizei wurden sechs Täter ermittelt. Alle gehören eindeutig zur rechtsextremen Szene, die Hälfte kommt aus Güstrow – unter ihnen auch die stadtbekannte Szenegröße Michael Wolff.

Mit drei Nazibands ist die Stadt Güstrow ein Schwerpunkt der Rechtsrockszene in Mecklenburg-Vorpommern. Seit Anfang 2007 tritt die Band „Painful Awakening“ in Erscheinung und spielte beispielsweise bei einem Rechtsrock-Konzert in Lübben (Brandenburg), bei dem sich Neonazis schwere Ausschreitungen mit der Polizei lieferten. Internationale Bedeutung gewann „Painful Awakening“ durch einen Auftritt beim diesjährigen „Day of Honour“ in Ungarn, eines Festival zu Ehren der Waffen-SS, das von dem in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk organisiert wird. Einen Monat später spielten sie auf einer Rechtsrockveranstaltung in Spanien.

All dies zeigt deutlich, dass in Güstrow von einer aktiven und organisierten Naziszene gesprochen werden kann und muss! Eine Maginalsierung und Verleugnung des Nazi-Problems hätte die ungehinderte Ausbreitung und Festigung von Neonazi-Strukturen zur Folge.

So kann es nicht sein, dass zwei stadtbekannte Nazischläger, in dem hauptsächlich von nicht-rechten Jugendlichen besuchten Treffpunkt „Phönix“ Sozialstunden ableisten. Es ist niemals akzeptabel, dass Nazis Andersdenkende bedrohen, einschüchtern und angreifen, dass alternative Freiräume weiter eingeschränkt werden. Wir fordern die Güstrower Zivilgesellschaft und die Stadtvertreter_innen auf, aktiv und offensiv gegen Nazistrukturen vorzugehen. Deshalb: „Handeln statt Wegsehen!“

Gegen Nazis, für alternative Freiräume, in Güstrow und überall!

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„Polizisten stürmen Neonazi-Klub in Lübben“
Artikel der Lausitzer Rundschau zu den Ausschreitungen in Lübben

„Wider die rechte Normalität“
Demobericht und Fotos auf links-lang.de

Unangekündigte Neonazi-Demonstration in der Nacht zu Sonntag in Rostock

Eine Presseinformation der Antifa A3 Rostock vom 28. April 2008

Sonnabendnacht gegen 23 Uhr demonstrierten etwa ein Dutzend vermummte Neonazis durch die Rostocker Innenstadt. Wie Augenzeugen berichteten, bewegte sich die mit Basecaps, Tüchern und Sonnenbrillen vermummte Gruppe aus Richtung des Neuen Marktes durch die Kröpeliner Straße über den Universitätsplatz in die Breite Straße, wo sie sich auflöste. Auf einem vorweg getragenen Transparent war „Gegen den Bombenterror in Rostock“ zu lesen, während aus einem Megaphon Parolen wie „Frei, sozial und national“ skandiert wurden. Beim Erreichen der Langen Straße löste sich die Demonstration auf. Polizei war nicht erkennbar präsent.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Neonazis den Jahrestag die alliierte Bombardierung Rostocks im Jahr 1942 zum Anlass für ihre Propaganda genommen. Im Stadtgebiet waren Schmierereien und Plakate mit Sprüchen wie „Alliierter Bombenholocaust“, „Alliierter Massenmord“ oder „Nationaler Sozialismus jetzt“ aufgetaucht. Indem Rechte die Kriegsbemühungen gegen Nazi-Deutschland zu Verbrechen umdeuten, versuchen sie ihr verdrehtes Geschichtsbild zu verbreiten, nach dem der Zweite Weltkrieg eine Verschwörung gegen Deutschland gewesen und von diesem nicht begonnen worden sei.

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“Erneut Neonazi-Schmierereien in Rostock”
Eine Pressemitteilung mit Fotos von den Schmiererein vom 25. April 2008

„Rostock: Reinfall für Nazispontandemo“
Indymedia-Bericht über die Neonazi-Demo von Samstag

Chaostage in Pasewalk

Die Verharmlosung von neonazistischen Aktivitäten nimmt hierzulande gemeinhin „Volkssport“-Charakter an. Um die vorderen Plätze dieser Disziplin, bemüht sich offenbar auch die politische Elite der Stadt Pasewalk. Kaum kündigen NPD und neonazistische Kameradschaften öffentlichkeitswirksame Aktionen an und stören die traute Ruhe, sind Lokalpolitiker darum bemüht Imageschäden von der Stadt abzuwenden. Nicht Auseinandersetzung fordern sie, sondern Verbote sollen her. Zu guter letzt geht in der Kleinstadt Pasewalk turnusmäßig die Angst vor dem „Schwarzen Block“ um, den die rechten Aufmärsche offenbar anziehen. Es werden Gewaltszenarien herbeigeredet und Ängste geschürt, denn irgendwie sind sie unheimlich – diese „Autonomen“.

Verständlich also, wenn CDU-Fraktionschef Michael Busch, hinsichtlich der NPD-Demonstration gegen ein alternatives Kulturprojekt am vergangenen Samstag, Wert darauf legt, dass sich seine Partei, sowohl von den Neonazis, als auch von ihren linken Gegnern ganz klar distanziere. „Unser Dank gilt den Polizeikräften, die eine Eskalation beim Aufeinandertreffen der linken und rechten Chaoten verhindert haben,“ so Michael Busch, in dem Glauben, dass „beide Lager“ von außerhalb in die Stadt einfallen. Davon, dass die NPD zur Landtagswahl 2006 in Pasewalk 10,1 Prozent der Zweitstimmen für sich verbuchen konnte, lässt sich Busch nicht beirren. Auch der Strasburger Mogens Brattig von der FDP wollte ein Zeichen setzen und deutlich machen „[…] ,dass wir uns friedlich gegen rechte, aber auch linke Extremisten stellen“. „Pasewalk wird zunehmend zum Spielplatz von linken Chaoten,“ beklagt auch die NPD vollmundig. Nach eigenem Bekunden, hieß es im Auflagenbescheid für ihre Demonstration, dass Veranstaltungen von „Bunt statt Braun“ gewaltbereiten linken Gruppierungen der Stadt in der Vergangenheit als Anlaufpunkte dienten. Weiter heißt es dort: „Bei Aufzügen der NPD [war] in Pasewalk […] bisher stets eine hohe Gewaltbereitschaft durch linke Gegendemonstranten zu verzeichnen.“ Unter Berufung auf einen Artikel in der Pasewalker Zeitung, sieht die NPD die Oststadt der größten Stadt der Uecker-Randow-Region gar schon in der Hand der Autonomen. Die Landesregierung kann diese Einschätzungen offenbar nicht teilen, im Gegensatz zu lokalen Behörden und Medien der Stadt Pasewalk, liegen ihr bis dato „keine Hinweise vor, dass in Pasewalk linksautonome Gruppierungen bestehen oder sich entwickeln.“
Schon 2005 hatten Stadtvertreter ihren Unmut gegenüber Gegendemonstrationen Luft gemacht. „Wir haben ein Problem mit gewaltbereiten Gegendemonstranten,“ verkündete Hauptausschussmitglied Rüdiger Behrendt (CDU) im Vorfeld einer geplanten Demonstration des „Heimatbund Pommern“ (HbP), der zuvor über Monate unbemerkt seine Aktivitäten in der Region steigern konnte. Pasewalks Bürgermeister Rainer Dambach (parteilos) wollte dahingehend weder den Neonazis, noch „bunten, gewaltbereiten Chaoten“ die Straße überlassen. Volker Böhning, Landrat des Uecker-Randow-Kreises (CDU), gestand unverhohlen: „Ich bin […] kein Freund von Gegendemonstrationen. Das ist bisher meist eskaliert“. Das zivilgesellschaftliche Engagement war demzufolge eher verhalten, Jugendliche polizeilicher Willkür und neonazistischer Gewalt ausgeliefert. Zur Erinnerung: Bei Vorkontrollen der 260 Rechtsextremisten, die sich der Demonstration von HbP-Kader Ricardo Kaster anschlossen, wurden Sturmmasken, Messer, ein Totschläger, sowie ein Baseballschläger sichergestellt. Noch vor Beginn des Aufmarsches wurden zwei Jugendliche auf dem Pasewalker Marktplatz angegriffen: die Täter schlugen zunächst mit einer Glasflasche auf einen 21jährigen ein, der einen Schlüsselbeinbruch davon trug. Als sein Freund ihm zur Hilfe eilte, wurde dieser mit einem Schraubenzieher attackiert und erlitt mehrere Stichwunden. Lutz Gießen, Redner auf der Demonstration, belästigte und schubste seine politischen Gegner schon während der Anreise in der Bahn und hatte auf der Demonstration sinngemäß angekündigt, auch die Faust gegen Andersdenkende einzusetzen.
„Leugnen, Kleinreden, Ignorieren – dieses Verhalten vieler kommunaler Vertreter und Vertreterinnen hat der NPD den Weg geebnet“, kritisierte Maria Hinrich, Sprecherin der Kampagne „Keine Stimme den Nazis“, noch bevor die NPD mit sechs Abgeordneten in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ziehen konnte und damit für Entsetzen unter den demokratischen Parteien sorgte. Nahezu inflationär gebrauchte Kampfansagen verschiedenster Parteien gegen Rechtsextremismus und Rassismus vorzugehen, sind offenbar auch ein Jahr darauf in weiten Landstrichen Mecklenburg-Vorpommerns nur Schall und Rauch. Nicht die Übernahme rechter Rhetorik und die Kriminalisierung von antifaschistischen Protesten durch die örtliche Politik, sondern die kontinuierliche, aktive Unterstützung der wenigen Gegenbewegungen, von zivilgesellschaftlichen Initiativen und alternativer Jugendkultur ist im ländlichen Raum gefordert.

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ja wo laufense denn?
Ein kurzer Demobericht mit Bildern aus Pasewalk von der Antifaschistischen Offensive Neubrandenburg

„Aufgearbeitet, vergessen oder verdrängt?“

Eine Veranstaltungsankündigung der Initiative „Lichtenhagen begreifen“ vom 01. Oktober 2007

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Verantwortung denken – Erinnerung schaffen“, mit der die Initiative „Lichtenhagen begreifen“ durch Vorträge und Diskussionen an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992 erinnern möchte, findet am 04.10.2007 um 19.00 Uhr in der Aula der Universität Rostock (Universitätsplatz 1) eine Podiumsdiskussion statt. Die Frage „15 Jahre Lichtenhagen – aufgearbeitet, vergessen oder verdrängt?“ wird an diesem Abend aus Sicht engagierter Menschen der Rostocker Zivilgesellschaft, der Anwohner des Stadtteils Lichtenhagen, der heute in der Hansestadt lebenden Migranten, aber auch aus wissenschaftlicher Perspektive diskutiert. Unter anderem wird darüber debattiert, welche Konsequenzen die öffentliche Auseinandersetzung hatte und welche Rolle die Erinnerung an die Ereignisse im August 1992 heute im öffentlichen Bewusstsein spielt. Im Podium werden u.a. der Berliner Politologie Prof. Hajo Funke, Adelheid Pevenstorf vom Ortsbeirat Lichtenhagen, Phuong Kollath vom Verein Dien Hong, sowie Lena Fassnacht von Bunt statt Braun e.V. und AktivistInnen, die sich wahrend und nach den Ausschreitungen dagegen positioniert haben.

Neonazi-Konzert nach NPD-Demo in Rostock

Neonazis bereiten momentan in Rostock ein rechtes Szene-Konzert vor. Nach der NPD-Demo am heutigen Tag findet damit in der Stadt die zweite Propagandaveranstaltung von Rechtsextremen statt.
Eine Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock vom 07. Juli 2007

Bei der Organisation des Konzertes wurden mehrere bekannte Neonazis aus dem Umfeld des rechten Szene-Shops „East Coast Corner“ gesehen, der seit Wochen über Rostock hinaus für Schlagzeilen sorgt. So war unter anderem David Petereit anwesend, der als Wahlkreismitarbeiter für den NPD-Landtagsabgeordneten Birger Lüssow arbeitet und bei der Ladeneröffnung Antifaschist/innen mit einer Eisenstange bedrohte. Mehrere Dutzend Rechte halten sich bisher im und in der Nähe des Veranstaltungsortes auf.

Die Lagerhalle ist im Rostocker Stadtteil Gehlsdorf bei einer Kleingartenanlage nahe der Pressentinstraße gelegen. Dort fand bereits vor drei Wochen am 16. Juni, nur einen Tag nach der Eröffnung des rechten Ladens, eine Szene-Party statt.

Bei solchen Veranstaltungen werden Nazi-Parolen gegröhlt und gesungen und wird eindeutige Propaganda verbreitet. Der Betreiber des rechten Ladens „East Coast Corner“, Torben Klebe, wie auch der Geschäftsführer Thorsten de Vries stammen aus der Rechtsrock-Szene. In Norddeutschland sind die beiden aus Hamburg kommenden Neonazis seit Jahren für die Veranstaltung von einschlägigen Konzerten und Partys bekannt. Auch Rostocker Rechte sind in das Musikgeschäft eingebunden: Der aus Rostock kommende Neonazi Lars Jacobs, der mit seiner „NMN-Veranstaltungstechnik“ in der Szene arbeitet, war auch heute bei der NPD-Demonstration anwesend.

„Das Konzert nach der heutigen NPD-Demonstration macht deutlich, dass die rechte Szene ihren Einfluss in Rostock ausbauen möchte“, meint Caroline Jürgens, Pressesprecherin der Antifaschistischen Gruppe A3 Rostock. „Es zeigt, dass die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus weitreichend sein muss und nicht beim Laden in der Kröpeliner Tor-Vorstadt enden darf.“

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Nicht mehr als Pathos im Kampf um die „Frontstadt“
Artikel mit Fotos vom Naziaufmarsch auf links-lang

Nazi-Angriff überschattet Proteste in Rostock

Mehrere Hundert Menschen demonstrierten in Rostock gegen NPD-Demo – Schwerverletzte nach Überfall auf anreisende Gegendemonstranten – NPD-Abgeordnete und -Mitarbeiter dabei
Eine Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock vom 01. Juli 2007

Mehr als 600 Menschen protestierten am gestrigen Sonnabend gegen eine Demonstration von knapp 190 Neonazis. Überschattet wurden die Ereignisse in Rostock jedoch von einem brutalen rechten Übergriff in dem Dorf Pölchow bei Rostock. Etwa 40 Neonazis aus einer Gruppe von 100 fielen über anreisende Gegendemonstrant/innen her, schlugen und traten auf sie ein. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Nach Zeugenaussagen sollen sich in der Gruppe der Rechten auch die NPD-Landtagsabgeordneten Udo Pastörs, Stefan Köster und Tino Müller aufgehalten haben. In Rostock wollten die Neonazis ihre Solidarität mit einem rechten Szene-Shop bekunden, gegen den Anwohner/innen seit der Eröffnung vor zwei Wochen protestieren.

Die Gruppe der Rechten fuhr augenscheinlich in der S-Bahn aus Güstrow zur Demo nach Rostock. In dem Ort Schwaan stiegen etwa 70 Antifaschist/innen hinzu, die von einem Musikfestival kamen und an den Protesten gegen Rechts in der Hansestadt teilnehmen wollten. Nur wenige Minuten darauf begannen die Neonazis ihren Angriff, als der Zug in Pölchow Halt machte. Sie drangen aus ihren Abteilen und von draußen zu den Antifaschist/innen vor, schlugen und traten auf sie ein. Scheiben wurden zerschlagen und einzelne Personen auf den Bahnsteig gezerrt, wo mit Zaunlatten auf sie eingeprügelt wurde. Während einige der Opfer fliehen konnten und nur Prellungen sowie Schürf- und Schnittwunden erlitten, mußten andere mit schweren Verletzungen später im Rostocker Krankenhaus behandelt werden. Als nach einer halben Stunde die Polizei eintraf, interessierte man sich wenig für die Aussagen der Angegriffenen und verfrachtete Opfer wie Täter im Zug nach Rostock. Dort wurden von allen die Personalien aufgenommen, doch wenig Anstalten gemacht, die Angreifer festzustellen und zu verhaften. Die verängstigten Opfer wurden stattdessen noch von einigen Polizeibeamten beleidigt. Viele von ihnen reisten daraufhin wieder aus Rostock ab. Als einer der Angreifer ist laut Zeugenaussagen der NPD-Kader Michael G. aufgefallen.

Eine Kundgebung gegen Rechts und vielfältige Proteste fanden derweil in der Rostocker Innenstadt große Resonanz. Mehr als 600 Menschen nahmen an den verschiedensten Aktionen teil, etwa 200 Antifaschist/innen gingen mit einer Spontandemo kurzzeitig auf die Straße. Die Neonazis setzten sich statt der angekündigten 500 mit weniger als 190 Teilnehmer/innen erst am Abend in Bewegung und zogen in einer Runde durch die Stadt. Blockaden hielten den Zug mehrmals, aber nur kurzzeitig auf; auch friedliche Proteste am Rand der Route wurden von den 2000 eingesetzten Polizeibeamten verhindert. Wegen Nichtigkeiten kam es zu Personalienfeststellungen, Gewahrsamnahmen und sogar Wasserwerfereinsätzen.

„Mit ihrem Versuch, die Einwohner Rostocks mit einem Aufmarsch einzuschüchtern, ist der Haufen von weniger als zweihundert Neonazis gescheitert“, erklärt Caroline Jürgens, Pressesprecherin der Antifaschistischen Gruppe A3 Rostock, zum gestrigen Tag. „Auch weiterhin wird es Proteste gegen den Nazi-Laden ‚East Coast Corner‘ geben, bis er endlich dichtmacht. Schockierend ist jedoch die grenzenlose Gewalt, mit der die Rechten abseits der Öffentlichkeit gegen ihre Kritiker und sogar Unbeteiligte vorgehen. Die neuerliche Anwesenheit von NPD-Abgeordneten und -Mitarbeitern bei dem Angriff ist ein Skandal.“

Die Antifaschistische Gruppe A3 erklärt ihre uneingeschränkte Solidarität mit den Opfern der Angriffe und wünscht ihnen gute Besserung. Sie werden gebeten, Gedächtnisprotokolle anzufertigen und sich an die Gruppe zu wenden, um ein weiteres Vorgehen zu planen.

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Radau gegen Rechts
Artikelsammlung zu den Aktivitäten um den Nazi-Laden auf links-lang.de

„Final Countdown in Rostock?“
Feature mit aktuellen Berichten und dem Stand der Mobilisierung bei Indymedia

„East Cost Corner“ dichtmachen!
Flyer gegen den Rostocker Nazi-Laden

Spontane Demo gegen Rostocker Nazi-Laden
Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock vom 15. Juni 2007

Neonazis bereiten sich auf Gewalt vor

Lächeln sieht anders aus

Vor NPD-Demonstration am Sonnabend in Rostock Ankündigungen massiver Gewalttaten auf rechten Internetseiten
Eine Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock vom 28. Juni 2007

Im Vorfeld einer NPD-Demonstration am kommenden Sonnabend in Rostock kündigen Neonazis im Internet offen und verdeckt weitreichende Gewalttaten an. Die NPD benennt bereits Ziele für ihr gewaltbereites Klientel. Antifaschist/innen warnen Anwohner/innen und Gastwirte der Stadt vor Angriffen durch die Rechten.

Auf populären Nachrichtenseiten der Neonazi-Szene wähnt man sich zurück in den Unruhen der späten Weimarer Republik. „Auch zum damaligen Zeitpunkt war Terror oft nur mit Gegenterror in den Griff zu bekommen.“ Offen ruft man dazu auf, „linkslastige Einrichtungen“ Rostocks am Sonnabend „zum Zielobjekt entsprechender Gegenmaßnahmen“ zu machen. Jedes Geschäft, jede Gaststätte, jede Kneipe, die die Rechten als „links“ deuten, könnte so zum Ziel von Angriffen werden. Die NPD hat in ihrem Aufruf zur Demonstration bereits ein Café in Rostock explizit genannt. Das Publikum, das die Partei erwartet, antwortet mit der Ankündigung, linke Projekte in „Schutt und Asche“ legen zu wollen. Aus dem Umfeld des Neonazi-Ladens um den Betreiber Thorsten de Vries heißt es: „Seit bitte kreative und fahrt nach der Demo nicht gleich nach Hause sondern trinkt Abends in den Studentenkneipen der Rotfrontler noch ein paar Bier oder einen Kaffee.“ Auch der Angriff von Wohnungen vermeintlicher Linker wird in der Szene genannt: „Dann tragen wir den Krieg zu ihnen nach Hause. Da gibt es auch Fensterscheiben.“

Die Neonazis benennen deutlich die Mittel, mit denen sie gegen all jene vorgehen wollen, die sie als ihre Gegner ausmachen: Erhebliche Gewalttaten bis hin zum Mord. „Bewaffnet Euch und erschiesst das Gesindel!“, heißt es etwa in einem Kommentar. In einem anderen wird die Erwartungshaltung der Rechten für den kommenden Sonnabend deutlich: „Ich persönlich hoffe ja auf zünftige Straßenschlachtszenen wie zu Weimarer Zeiten. Wenn Gewaltanwendung unvermeidlich wird, dann aber bitte ohne Rücksicht auf Verluste und so, daß es dem Antifapack noch wochenlang schwere Selbstbewußtseinsstörungen, wenn nicht dauerhafte Schäden verursacht!“ Und auch über die Pläne in den folgenden Wochen spricht man sich aus: „Im Fall Rostock braucht sich die Antifa nicht wundern, wenn es demnächst regelmäßig vor die Birne gibt und einige Leute im größeren Umkreis stink sauer sind.“ Bewußt will man außerdem Auseinandersetzungen provozieren, um dann mit aller Härte gegen Antifaschist/innen vorzugehen.

Diese radikalen Äußerungen aus der rechten Szene rühren aus einer politischen Sicht her, die nur Gut und Böse, Konflikt und Kampf kennt und Politik mit Gewalt verbindet. Die Betreiber des Neonazi-Ladens spiegeln diese Emotionen wider, indem sie Rostock zur „Frontstadt“ erklären, „Keine Kapitulation“ als Maxime ausgeben und schreiben: „Kommt die nästen Monate lieber jedes Wochenende nach Rostock und kämpft.“ Die lokale Auseinandersetzung in Rostock wird verbunden mit jenem Kampf gegen die Demokratie, in dem man sich selber sieht. „Wir sind im Krieg“, heißt es in Internetforen. „In dem Krieg der unmittelbar bevorsteht, wird es keine echten Sieger geben, nur Überlebende.“ Ein anderer Schreiber sieht die Gegner/innen des rechten Ladens in Rostock als Teil einer großen Verschwörung gegen das deutsche Volk und hat die Lösung schon parat: „Ansonsten: bewaffnet Euch und erklärt die Störer wie die politisch Verantwortlichen für vogelfrei. Nicht nur in Rostock- Landes-und bundesweit. Es geht nicht mehr parlamentarisch.“

Bereits in der Vergangenheit war es aus dem Umfeld des Ladens zu Übergriffen auf Passanten durch Neonazis gekommen. Zur Eröffnung bewaffneten sich die Betreiber und Besucher – darunter auch der NPD-Landtagsmitarbeiter David Petereit – mit Eisenstangen und bedrohten Antifaschist/innen.

„Die verbale Androhung von Gewalt im Internet geht einher mit dem Kampf der Neonazis um die Straße“, erklärt dazu Caroline Jürgens, Pressesprecherin der Antifaschistischen Gruppe A3. „Wer den Neonazis um die NPD und die Kameradschaften jedoch die Straße läßt, übergibt ihnen den öffentlichen Raum. Drohungen, Einschüchterungen und Übergriffe sind die Folge. Deshalb gilt es, den Neonazis offensiv, entschieden und vielfältig entgegenzutreten.“

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Radau gegen Rechts
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Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock vom 15. Juni 2007