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„Ilja Ehrenburg und das Judentum“

Vortrag mit Prof. Dr. Arkady Tsfasman

18.06.2009 | 19 Uhr
Peter Weiss Haus (ehemaliges HDF) – Rostock

Ilja Ehrenburg war Jude. Sein Verhältnis zu Juden und Judentum ist dennoch nicht unumstritten. Unterschiedliche Bewertung erfahren einerseits seine Aktivitäten im Jüdischen Antifaschistischen Komitee der Sowjetunion und bei der Zusammenstellung des Materials für „Das Schwarzbuch. Der Genozid an den sowjetischen Juden“ sowie seine Rolle als Ansprechpartner für die Probleme der jüdischen Bevölkerung der Sowjetunion bis weit nach dem Krieg, andererseits sein Verhältnis zu Juden als Sowjetbürgern und zu Israel.

„Nazi-Strukturen zerschlagen!“

Antifa-Demonstration in Bad Doberan

06.06.2009 | 14:30 h
Bahnhof – Bad Doberan

Zunehmend kommt es in Bad Doberan zu Übergriffen auf nicht-rechte Jugendliche und Schmierereien, für die Neonazis verantwortlich zeichnen.
Mit der Kandidatur der NPD zur Kommunalwahl am 7. Juni versucht die rechtsextreme Szene weiter in der Gesellschaft Fuß zu fassen und ihre
Strukturen auszubauen.
Mit einer Demonstration am 06. Juni rufen wir dazu auf, dem drohenden (Wieder-)Einzug der NPD in die Kommunalparlamente gemeinsam eine klare Abfuhr zu erteilen und ein Zeichen für eine antifaschistische Gegenkultur zu setzen.

Antifa-Infotelefon: 0176 – 40 10 98 80
Ermittlungsausschuss [EA]: 0151 – 26 71 49 43

Soli-Konzert

06.06.2009 | 18:00 h
Am Kornhaus – Bad Doberan

In Anschluss zur Demo gibt es ein Soli-Konzert mit „Kein Plan“ (HGW), „Total Konfus“ (DD), „Total Panic Reaction“ (HRO), „DÄ RÄST“ (Alt Bukow) und „EARL MOSELEY AND THE MOITER-OITERS“ (DBR)

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„Nazi-Strukturen und Kameradschaften zerschlagen!“
Infos auf der Internetseite der Antifa Bad Doberan

„Quo vadis, Ilja Ehrenburg in Rostock?“

Podiumsdiskussion mit Kommunalpolitikern

04.06.2009 | 19.30 h – 22.30 h
Peter Weiss Haus (ehemaliges HDF) – Rostock

Seit Jahren schwelt der Streit um den Namen der Ilja-Ehrenburg-Straße in Rostock-Toitenwinkel. 2007 gründete sich deshalb die Initiative Ilja Ehrenburg. Ihr Beitrag für die Wahlkampfzeit ist die Ausstellung „Ilja Ehrenburg und die Deutschen. Im Vorfeld der Kommunalwahl wollen wir mit Vertretern von Parteien, Wählervereinigungen und natürlich den Rostocker Einwohnern diskutieren, wie sich die Stadt zukünftig mit dem Straßennamen auseinandersetzen und das Gedenken an den Menschen Ilja Ehrenburg bewusst gestalten kann.

Tagesaktualität hat die Veranstaltung durch die erneute Schändung des Straßenschildes der Ilja-Ehrenburg-Straße vor einigen Tagen erhalten, indem mutmaßliche Neonazis den Straßennamen durch Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß ersetzten.

Auf dem Podium nehmen Platz: Dr. Maria Pulkenat (AUFBRUCH 09), Günter Althaus (DIE LINKE), Christoph Friederich (FDP) und Johann-Georg Jaeger (GRÜNE) sowie Vertreter weiterer Parteien und Wählervereinigungen.

„Mach den Scheiß aus!“

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 30. Mai


Rostock // 30.05.2009 // Hbf-Süd // 11:00 Uhr

Hooligans, Nazis, Rassisten – wollen sich am 30. Mai zu einem Konzert der Bremer Band Kategorie C treffen. Bereits das dritte Jahr in Folge planen Rostocker Neonazis ein Event für mehrere hunderte rechtsoffene, gewaltbereite Besucher_innen. Der Kreis der Organisator_innen liest sich wie ein who is who der Rostocker Neonaziszene.

Erstmals 2007 organisierte der damalige Hamburger Lars Jacobs mit seiner Firma „Nationale Medien Norddeutschland“ das Konzert in der Rostocker Innenstadt, dieses musste jedoch aufgrund antifaschistischer Aufklärungsarbeit in eine Scheune im Umland verlegt werden. Damals fungierte der bekannte Kader Christian Worch als Schleuser. In der Hansestadt fiel Jacobs bis dato durch das Anmelden diverser Aufmärsche sowie durch seine Aktivitäten bei der Kameradschaft Aktionsgruppe Festungsstadt Rostock [AGR] auf. Bundesweit trat er darüber hinaus als Anmelder des Großaufmarsches um den Volkstrauertag in Halbe (bei Berlin) in Erscheinung.
Im darauf folgenden Jahr übernahm der Rostocker Kameradschaftler Martin Krause die Organisation des KC-Konzertes. Jüngst betätigte sich der vorbestrafte, rechtsradikale Liedermacher Krause mehrfach als Veranstalter von Rechtsrock-Konzerten. So organisierte er beispielsweise am 15. November 2008 ein Konzert im Rostocker Hansaviertel, welches von der Polizei aufgelöst wurde. Mit von der Partie waren Szenebands wie Sturmwehr und die Liebenfelskapelle, sowie weitere neonazistische Rockbands. Der Nazibarde organisiert jedoch nicht nur solche Events, sondern tritt auch selbst bei Parteiveranstaltungen, Aufmärschen und Liederabenden auf. Seit der Landtagswahl 2006 engagiert Krause sich zunehmend auch für die NPD; so fungiert er beispielsweise während der diesjährigen Kommunalwahl am 07. Juni 2009 als Vertrauensperson für sie im Rostocker Wahlausschuss. Außerdem ist er bereits mehrfach durch Störungen öffentlicher Veranstaltungen über die rechte Szene aufgefallen. Zuletzt versuchten er und weitere Neonazis einen Infoabend mit der engagierten Journalistin Andrea Röpke zu sprengen.
Neu in diesem Jahr ist, dass der Verkauf der Karten im rechten Szeneladen „Dickkoepp“ stattfindet. Betreiber des Ladens ist Krauses alter Weggefährte und NPD-Abgeordneter Birger Lüssow, dessen Bürgerbüro sich im selben Gebäude befindet. Als Gegenleistung für den Kartenverkauf wird Lüssow wahrscheinlich wieder einen Merchandisestand auf dem Konzert stellen dürfen. So wird ganz nebenbei ein nicht unbeträchtlicher Gewinn erzielt, der letztlich in die Neonaziszene fließt und für menschenverachtende Propaganda und zur Stärkung der lokalen, rechten Strukturen eingesetzt wird.

Wir werden nicht tatenlos mit ansehen, dass Rostocker Neonazis wie Martin Krause einmal mehr versuchen, mit dem geplanten Kategorie C-Konzert eine rechte Eventkultur in der Region zu etablieren! Rechtsrock-Konzerte sind fester Bestandteil des neonazistischen Lifestyles. Sie dienen Jugendlichen oft als Einstieg in die Neonaziszene. Deshalb muss alles unternommen werden, um solche Konzerte zu verhindern!
Daher rufen wir am 30. Mai zu einer Demonstration gegen das geplante Kategorie C-Konzert auf! Geht mit uns auf die Straße und schreit: „Macht den Scheiß aus!“ – Kategorie C das Mikro klauen.“


Rostock // 30.05.2009 // Hbf-Süd // 11:00 Uhr

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„Mach den Scheiß aus!
Mobilisierungsseite zur antifaschistischen Demonstration gegen „Kategorie C“ am 30.05.2009

Konspiratives Rechtsrock-Konzert fand mit 400 Besuchern am Sonnabend in Sanitz bei Rostock statt
Eine Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock vom 02. Juni 2008

„Ilja Ehrenburg und die Deutschen“

Leben und Werk des sowjetischen Schriftstellers und Publizisten Ilja Ehrenburg (1891-1967) zeigt ab Freitag eine Ausstellung von Soziale Bildung e.V. und der Initiative Ilja Ehrenburg im Peter-Weiss-Haus.

Aus dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst kommt die Ausstellung „Ilja Ehrenburg und die Deutschen“ jetzt nach Rostock. Nach geschichtlichen Perioden des 20. Jahrhunderts gegliedert, veranschaulicht sie in Bildern, Texten und Zitaten Ehrenburgs Rolle in seiner Zeit. Für den deutschen Betrachter besonders aufschlussreich sind ihre Materialien über Ehrenburgs Lebensjahre in Deutschland, seine Arbeit als Dokumentarist des faschistischen deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg und die Kampagne der Deutschen Soldaten-Zeitung und National-Zeitung gegen die Herausgabe seiner Memoiren in der Bundesrepublik Deutschland Anfang der 60-er Jahre.

In Rostock dürfte die Ausstellung besonderes Interesse finden: Regelmäßig werden Forderungen erhoben, die Ilja-Ehrenburg-Straße in Rostock-Toitenwinkel umzubenennen. Auch dazu gibt es hier Informationen.

Zum Begleitprogramm gehören Vorträge, Filme, Führungen mit Diskussion für Schüler, ein Gespräch mit Einwohnern von Toitenwinkel und ein Podium mit Rostocker Kommunalpolitiker_innen.

Die Ausstellung läuft vom 8. Mai bis 28. Juni im Peter-Weiss-Haus (ehemaliges HdF).

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 14-18 Uhr, Do: 14-20 Uhr, So: 10-16 Uhr

Eröffnung: 8. Mai, 19 Uhr

Kontakt: Initiative Ilja Ehrenburg, Tel. 0176-24894316,
für Schulen: Soziale Bildung e.V., 0381-4618248

Kleiner Ratgeber – heute: „Nazidemo blockieren“

Neonazi-Party im Jugendclub

Eine Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock vom 05. März 2009

In der letzten Zeit sind in Rostock zunehmend Neonazis in sozialen Einrichtungen und Jugendclubs präsent. Oftmals zeigen sich Sozialarbeiter_innen überrascht, stehen dem Problem ratlos gegenüber oder ignorieren sogar rechte Feiern.

So kam es am vergangenen Sonnabend, dem 28. Februar, im Schmarler Jugendclub „Schiene“ zu einer Nazi-Party. Getarnt als Familienfeier tanzten die Anwesenden in Faschingskostümen zu Rechtsrock und grölten rechte Parolen. Anmelder der Festivität war ein bekannter Rechter aus dem Stadtteil Schmarl, der dem Neonazi-Laden Dickkoepp in der Doberaner Straße zuzuordnen ist. Anwesend waren Rechte aus dem Umfeld des Kameradschaftsspektrums wie auch der NPD. Unter ihnen befand sich etwa das NPD-Landesvorstandsmitglied und Landtagsmitarbeiter David Petereit, das als einer der führenden Köpfe der Neonazi-Szene in Mecklenburg-Vorpommern gilt.

Dies war jedoch nicht die erste Party in dem Club, der unter der Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) steht: Bei einer letzten Veranstaltung, für die sich schon einmal der in dem Nazi-Laden als Verkäufer arbeitende Rechte verantwortlich zeichnete, blieben einschlägige Aufkleber wie auch Musik-CD’s mit rechtsradikalen Texten zurück. Dies schien die den Jugendclub betreuenden Sozialarbeiter_innen jedoch keineswegs zum Handeln anzuregen und eine erneute Party nicht zuzulassen.

Versuche aus der rechten Szene, öffentliche Räume zu besetzen, sind dabei in Rostock nicht auf den Jugendclub in Schmarl beschränkt. Im Stadtteilbegegnungszentrum „Heizhaus“ in der Rostocker Südstadt können rechte Jugendcliquen nicht nur ohne Störungen ein- und ausgehen und widerspruchslos ihren rassistischen Lifestyle pflegen, sondern provozieren und bedrohen sogar die Sozialarbeiter.

Ähnliche Anfänge hat es in Rostock schon einmal gegeben. Vor mehreren Jahren stand der Jugendclub Max im Rostocker Stadtteil Gross Klein im Fokus der Rechten und wurde zum festen Treffpunkt des „Kameradschaftsbunds Mecklenburg“. Wöchentlich trafen sich die Neonazis unter der Aufsicht von Sozialarbeitern, die weder Problembewusstsein noch Berührungsängste entwickelten. Letztendlich wurden die Räumlichkeiten sogar für Rechtsrockkonzerte gebucht – ähnlich wie heute in Schmarl. In anderen Orten Mecklenburg-Vorpommern sind die Rechten schon weiter: Im vorpommerschen Bargischow etwa übergab der Bürgermeister der lokalen Neonazi-Szene den Schlüssel für den örtlichen Jugendclub.

Mit der stillschweigenden oder offenen Unterstützung von Sozialarbeiter_innen oder Lokalpolitiker_innen für die Neonazis helfen sie diesen dabei, in kleinem Rahmen national befreite Zonen zu etablieren. Indem sie Jugendclubs für sich besetzen, etablieren Rechte damit Anlaufstellen für die örtliche Szene, verbreiten ihre Propaganda und rekrutieren neue Anhänger_innen: So werden aus den mit öffentlichen Geldern finanzierten Einrichtungen und unter Aufsicht von eigentlich qualifizierten Jugendsozialarbeiter_innen neue Neonazi-Locations. Aus Ignoranz gegenüber offensichtlichen und aktiven Neonazis oder im Glauben, mit den rechten Jugendlichen arbeiten zu können, werden eindeutige und politische Aktivitäten, Faschingspartys, Rechtsrockevents oder Treffen, geduldet und damit gefördert. Stattdessen sollte es Aufgabe von Sozialarbeiter_innen sein, Neonazis kein Podium für ihre Hetztiraden zu bieten, diesen entschieden entgegenzuwirken und sie aus öffentlichen Einrichtungen rauszuwerfen.

„move to the coup“ vol. III

19:00 Uhr | Infoveranstaltung und Diskussion

Zwischen Parlamentssitz und Straßengewalt:

Mit zwei Vorträgen zur Situation in Mecklenburg-Vorpommern möchten wir Aufschluss über Neonaziaktivitäten in den Kommunalparlamenten und zur Vorbereitung der kommenden Kommunalwahl geben. Außerdem wird über die bedrohliche Situation von linken Jugendlichen im westmecklenburgischen Boizenburg, unweit von Hamburg, berichtet.
Im Anschluss an diese Einblicke in die regionale rechte Szene wollen wir gemeinsam über Möglichkeiten einer überregionalen Handlungsperspektive diskutieren.

22:00 Uhr | Große 80’s/90’s-Party

first floor:

DJane 90210
DJ Ray-Ban
DJane Trendgetränk

second floor:

sk.mize (techno aus Rostock)
seti (drum‘n'bass aus Rostock)
razemat (techno aus Rostock)
leelou (drum‘n'bass aus Rostock)

„Aufruf zur Aufruhr“

Protestaktion gegen soziale Kürzungen bei Rostocker Trägern der Kinder- und Jugenarbeit

Am Dienstag, dem 24. Februar, tagt der Jugendhilfeausschuss im Rathaus und stellt dabei die Förderung von Trägern der Kinder- und Jugendarbeit in Rostock zur Diskussion. Von dem „finanziellen Kahlschlag“[NNN] nach „Rasenmäherprinzip“ [OZ] der Stadt Rostock, die 400.000 Euro Einsparungspotenzial im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ausgemacht haben will, sind bis zu 56 Träger betroffen und akut existenzbedroht, darunter unter anderem das Jugendalternativzentrum [JAZ], Radio LOHRO, der Verein „Rat & Tat“, die Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt, der Jugendclub „Pablo Neruda“ in Evershagen, der Jugendclub des ASB in Lichtenhagen und das Jugendschiff „Likedeeler“.

Für 15.00 Uhr ist deshalb eine Protestaktion vor dem Rostocker Rathaus geplant.

Demo am 07.02.2009 in Greifswald und Infoveranstaltung in Rostock

Demoflyer

Unter dem Motto: „Keine Geschäfte mit Neonazis – Tu wat gegen Thor Steinar und rechten Lifestyle. “ findet am 07. Februar 2009 eine Demo in Greifswald statt. Den kompletten Aufruf gibt es auf der Seite der „Antifa Greifswald“ zu lesen.

Mehr Infos gibt es am 30. Januar 2009 ab 19.00 Uhr im „Cafe Median“ (Niklotstr. 5/6)